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"Alles Familie"

Was ist denn eigentlich eine Familie? Eine Antwort darauf gibt "Alles Familie".


Was ist denn eine "normale" Familie? Gibt es die überhaupt, diese "Bilderbuchfamilie"? Ginge es nach den konservativen Meinungen wäre das nur Vater-Mutter-Kind. Wie bunt und vielfältig aber Familien in unserer modernen Gesellschaft sind, zeigt das Kinderbuch "Alles Familie" von Alexandra Maxeiner und Anke Kuhl.


Darauf gestoßen bin ich durch ein Elternberatungsgespräch im Eltern-Kind-Zentrum in  Enns (OÖ). Dort gab es eine Reihe an Büchern zum Thema Gefühle/Familie/Trennung/Scheidung. "Alles Familie" ist mir aber sofort ins Auge gesprungen. Die Illustrationen sind sehr liebevoll gestaltet. Ein bunter Strauß an Familienformen abseits der "Norm" wird darin kindgerecht gezeigt: geschiedene Paare mit Kind, bei denen es gut läuft; welche bei denen es schlecht läuft; Einzelkind-Familien; Mehrkind-Familien; Pflegefamilien; Kinder die adoptiert wurden;  Patchwork-Familien; Halbwaisen, die einen neuen Elternteil bekommen; Kinder, die bei ihren Großeltern aufwachsen, Regenbogenfamilien und viele andere mehr.


Es wird auch dargestellt, wie Eltern mit ihren Kindern umgehen dürfen und wie nicht. Alles so einfach, dass es jeder versteht. Ist ja ein Kinderbuch...also vielleicht auch die Konservativen. Ich hab es daher als Buchempfehlung zum Vorlesen im Parlament vorgelegt.


Auch wenn der Schmerz bei Kindern, deren Eltern sich trennen, wahrscheinlich immer da sein wird, so macht das Vorlesen zumindest sichtbar, dass das auch ok ist und dass man trotzdem eine "Familie" haben kann. Das nimmt den Kindern zumindest ein bisschen den Druck mit dieser "Norm", die für sie nicht gilt, zurechtzukommen. "Alles Familie" ist ein Buch, das in keinem Kindergarten und keiner Volksschulbibliothek fehlen sollte und das zurecht den deutschen Jugendliteraturpreis bekommen hat. Unsere Gesellschaft ist vielfältig. Das Buch zeigt das. Das ist gut so.

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